Packendes Finale im Elfmeterkrimi entschieden: Borussia jubelt über ein 8:7

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Borussia Dortmunds A-Junioren bejubeln die Titelverteidigung und damit die siebte Deutsche Meisterschaft! In einem spannenden und hochklassigen Endspiel setzte sich die U19 gegen den FC Bayern München vor der Rekordkulisse von 33.500 Zuschauern mit 8:7 (0:0, 0:0) im Elfmeterschießen durch.

Was für eine Stimmung, und was für ein Schlagabtausch: Das Endspiel um die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft war Werbung pur für den Nachwuchsfußball. Borussia mit den beiden ersten, sehr frühen Chancen für Amenyido (Abseits) und Schwermann (aus der Distanz), doch dann kam Bayern, deutete mehrmals Torgefährlichkeit an: Shabanis Kopfball ging knapp am Tor vorbei (10.)

Die Münchner pressten hoch und verhinderten damit in Durchgang eins, dass die Borussen ihr Pass- und Positionsspiel aufziehen konnten, stattdessen zu langen Bällen gezwungen waren, was noch mehr Tempo hineinbrachte in diese rassige Begegnung mit vielen Torschussversuchen, vornehmlich allerdings aus der Distanz. Beide Mannschaften kämpften – mit fairen Mitteln – um jeden Ball.

Unter den 33.450 Zuschauern waren unter anderem auch die Profis von Borussia Dortmund und die Vereinsführung. Sie alle hielt es nach 68 gespielten Sekunden in Halbzeit zwei kaum auf ihren Sitzen: Nach perfektem Zuspiel umkurvte David Kopacz Bayern-Keeper Ron Thorben Hoffmann, bekam den Ball aber nicht im Tor unter. Kurz darauf brachte sich Kopacz halbrechts im Strafraum in Stellung, machte alles richtig – doch Hoffmann machte es noch besser, parierte mit dem Fuß (48.).

Die Schwarzgelben spielten auf die Südtribüne, und sie spielten wie entfesselt. Passlack marschierte durchs Mittelfeld, schoss den Ball an den Pfosten (58.). Auf der anderen Seite war Eike Bansen bei einem Tarnat-Freistoß gefordert, fischte ihn aus dem Winkel und lenkte ihn zur Ecke (52.).

Nach dann weitgehend ausgeglichenem Spielverlauf auf weiterhin hohem Niveau kamen die Schwarzgelben in der Schlussphase zu weiteren Großchancen: Der eingewechselte Baxmann scheiterte in der 79. und 87. Minute aus halbrechter Position zwei Mal am starken Hoffmann; auch Buluts Kopfball wurde vom Münchner Schlussmann entschärft (88.).

So ging es in die Verlängerung, in der die Borussen weiterhin den Ton angaben, die Bayern aber kurz jubelten: Awoudjas Treffer zählte wegen Abseits nicht (103.). Kampf und Leidenschaft auf beiden Seiten. Die Borussen profitierten von der gigantischen Kulisse, mobilisierten die letzten Kraftreserven und suchten immer wieder den Weg nach vorn. In der 121. Minute schoss Bulut knapp am Tor vorbei – Elfmeterschießen!

Geschossen wurde auf die Südtribüne. Der 17. und der 18. Elfmeter brachten die Entscheidung: Bansen parierte gegen Tillman, und dann verwandelte Amos Pieper…